Donnerstag, 19. Juli 2018
Apr
21
2018
Shettyrennen ...


  

… auf der Bremer Galopprennbahn macht Geschichte !

 


 

 

 Bremer Galopprennen mit Shetty Cup – Großer Abschieds-Renntag-

Am Karfreitag, 30.03.2018 machte ich mich frühmorgens auf den Weg nach Schwarme zur Familie Kelling, die von dem Bremer Rennverein 1857 e.V. mit ihren Ponys am Shetty-Cup im Rahmen des letzten Galopprenntages auf der Bremer Rennbahn eingeladen wurden. Ponys geputzt, Renndress überprüft, Sättel, Ponys und Kinder eingepackt und los ging es Richtung Bremen wo bereits ein reges Treiben vor und auch auf dem Gelände herrschte. An diesem Tage musste Bremen Abschied von der Rennbahn nehmen, da diese geschlossen wird. Eine Bürgeriniative veranstaltete noch eine Unterschriftenaktion an der leider nur Bremer Einwohner teilnehmen durften um doch noch dieses historische Gelände mit all seinen Facetten zu erhalten.

Die Ponys nahmen wie selbstverständlich in ihren vorgesehenen Boxen neben den stahlhart trainierten Großpferden Platz. Die Trainer, Besitzer, Jockeys und Pferdeversorger nahmen die Kleinen Rennponys mit Freude auf. 69 Pferde gingen an diesem Tag an den Start. Nach dem Shetty Cup startete das sportliche Highlight, das sogenannte Acatenango Derby-Trial-Rennen. Pferde die dieses Rennen gewonnen haben konnten auch schon das Derby in Hamburg gewinnen, also hatten wir eine Menge Zuschauer an der Bahn.

Es war für mich schon sehr interessant die besonderen und verschiedenen Zäumungen, Masken, Scheuklappen, Gebisse und Farbgestaltungen der einzelnen Gestüte und Besitzer zu sehen, die entsprechend genehmigt werden müssen und im Katalog z.B. so genannt werden: blau, gelbe Sterne, gelb-rot-gelbe Armbinden, blaue Kappe, gelber Streifen. Es war auch schön zu sehen, dass mittlerweile sehr viele Damen als Jockeys eingesetzt werden.

Bis zum Rennbeginn der Shettys war noch ausreichend Zeit, so dass Andrea uns noch auf dem Rennbahngelände ein wenig herumgeführt hat und wir hinter die Kulissen gucken durften, z.B. die Waage der Jockeys , die wirklich superkleinen Rennsättel, das Einlegen der Gewichte, Satteldeckenvergabe auch für die Shettys und Rückkehr der Pferde vom Rennen und erneuten Wiegen der Jockeys .

Im ersten Rennen gewann ein Pferd mit dem Namen Adel Verpflichtet, welches ganz in der Nähe von unserem Wohnort gezüchtet wurde und auch schon von Andrea geritten wurde. Das Pferd wurde im Katalog wie folgt beschrieben: ist nicht als Sprinter bekannt. Immerhin hat er aktuelle Kondition.

Dieses Rennen wurde über 1.200 Meter geritten, die Siegprämie war mit 5.500 Euro ausgeschrieben (2.750,--, 1.100,--, 825,--, 550,--, 275,--) sowie einem Ehrenpreis dem Besitzer, Andenken an dem Trainer und Reiter des Siegers. Für 4-jährige und ältere Pferde. Adel Verpflichtet kommt aus dem Stall Randi ( Pavel Bradik) und wurde von der Amateurin Patricia Tepper geritten.

Aus dem Katalog waren auch die verschiedenen Körpergewichte der Reiter zu erkennen, die leichtesten hatten 50 Kg und die „schwersten“ 70 Kg.

Nach dem Rennen wurde die vierbeinigen Sportler gewaschen und von ihren Pflegern, die allerhand Equipment dabei hatten, trocken geführt und versorgt.

Nun aber zurück zu den Shettys, die ersten Vorbereitungen liefen sehr geordnet ab, die Satteldecken mit den entsprechenden Starternummern sind verteilt worden, die Sicherheitswesten angelegt, Helm gerichtet und das Renndress übergezogen. Im Anschluss wurden die Renn-Shettys aufgewärmt und von den Stallungen über den Platz geführt wo auch das ein oder andere Rennpferd den Weg kreuzte. Vorbei an der Wiese wo das Kinderprogramm leuchtende Augen in die Gesichter der jungen Besucher zauberte und auch der Jockey hoch oben über der Hüpfburg seine reitenden Bewegungen zum Spaß der Kinder machte. Die Shettys und ihre Reiter meisterten diese Aufgaben verbunden mit dem großen Zuschauerandrang ganz souverän und vorbildlich.

Die Erste im Vorführring ist Charlene Beckmann auf dem 5 Jahre alten Wallach Genco, geführt von Dana Fagin. Startnummer 2 wird von der erst 9 Jahre alten Sonja Fagin geritten, ihr Pony heißt Toni. Tommy der Rappschecke wird von seiner Reiterin, Marie Sophie Neumann vorgestellt, Marie hat sich mit ihrem Dress der Ponyfarbe angepasst und sieht wirklich prima aus. Maxita eine Stute aus dem Hause unseres IGS Ehrenmitgliedes Werner Bredehöft, die mittlerweile im Stall Kelling zu Hause ist, trägt Emma Joline Gade auf die Rennbahn. Florian Köster und sein Hidalgo vertreten hier mit der Startnummer 5, die Jungenabteilung. Entlang der Rennstrecke, die für die Shetten mit 300 Metern ausgeschrieben wurde, tummelten sich wirklich viele Zuschauer die die Ponys mit lauten Rufen angefeuert haben nachdem die Glocke, dem Bremer Shetty Cup, den Start geläutet hatte.

Nach einigen Metern hat sich das Starterfeld bereits aufgeteilt auf den letzten Metern gab es noch einige Führungswechsel. Toni überholte seinen Stallkollegen Genco und holte sich damit den Sieg, dicht gefolgt von der, im letzten Drittel aktiveren Maxita ,die Genco kurz vor dem Ziel vor Hidalgo und Tommy überholen konnte. Die Kleinen Rennponys wurden gefeiert wie die Großen, sie durften auch die Bahn durch die Zuschauergasse verlassen und die Siegerehrung auf dem Jockey-Treppchen erhalten. Die Übergabe von Medaillen und Ehrenpreisen die von der IGS RG Hannover gespendet wurden und durch Nicola Ackermann übergeben wurden rundeten diesen tollen Tag für alle Beteiligten ab.

Viele Top-Trainer und Jockeys hatten an diesem ehrwürdigen Tag den Weg nach Bremen auf die Rennbahn gefunden, wie z.B. Eduardo Pedroza, der dafür aus Katar eigens angereist ist und Love Supreme geritten ist, der so „Der Debütant vertritt einen der größten deutschen Rennställte. Trainer Andreas Wöhler war bekanntlich über Jahrzehnte von dieser Bahn aus weltweit erfolgreich. Jockey Eduardo Pedroza der Reiter. Dass der Wallach nicht für das Deutsche Derby genannt ist, liegt daran, dass Wallache in Deutschland im Derby nicht laufen dürfen. In der Schweiz ist das anders, für das dortige Derby ist der Wallach genannt „beschrieben wurde.

Das vorletzte Rennen auf dieser Bahn war das 7.te Rennen mit dem Namen IDEE Kaffee Trophy Bumper. Herr Albert Darboven war ebenfalls vor Ort und übergab den Gewinn und entsprechende Wünsche.

Letzter Sieger an diesem Tag und auf der Bremer Galopprennbahn –Halali Rennen – Der Bremer Rennverein dankt für 161 Jahre Galopprennsport- war im 8. Rennen der bekannte Jockey Andrasch Starke auf See the Tiger, Gestüt Bona (Peter Schiergen). See the Tiger war lt. Katalog der Topfavorit in diesem 2200 Meter Rennen. Erstklassig gezüchteter Hengst aus einem Spitzenstall. Har erst ein Rennen bestritten und kam in Hannover ins Mittelfeld. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis er das erste Mal gewinnt (Katalog-Info). Diese Beschreibung ist tatsächlich Wirklichkeit an diesem Tag geworden.

Vielleicht hat durch diese Zeilen jemand Lust auf Galopprennen bekommen und fährt zur 139. Bad Harzburger Galopprennwoche vom 20.-29.07.2018 um sich eigene bemerkenswerte Eindrücke zu machen.